Generell rufen aggressive Störungen zwei spontane Reaktionsmuster hervor, zum einen möglichst noch stärkere offensive Gegenreaktionen, zum anderen Tendenzen des Nachgebens. Auch die Lehrkräfte reagieren mit diesen Impulsen. Beide spontanen Reaktionsmuster haben pädagogisch wenig Sinn. Das erste ist geeignet, die Problemlage zu eskalieren, und hat deshalb keinen nachhaltigen Erfolg. Das zweite überlässt dem Schüler die Macht. Ein alternativer Weg muss langfristig angegangen werden. In der Arbeit mit aggressiven Kindern sind dafür folgende Rahmenbedingungen wichtig:
- eine bestimmte „Suchhaltung“ (Betz & Breuninger, 244) wichtig, kein voreiliger Aktionismus in Worten und Taten,
- Wahrung der Autorität,
- Vitalität und „personal power“ (Betz & Breuninger, 244, nach Fromm, 1977),
- Modell für das Abgehen von unterwerfenden Interaktionsmustern hin zu kooperativen Beziehungsmustern,
- Akzeptanz des Schülers als Persönlichkeit.
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